Kapitel #2

Kapitel #2

Für ein Ungetüm war er recht schön anzusehen, dennoch war er angsteinflößend. Aus seinen Nasenlöchern stieg Nebel empor, seine dreigeteilten Flügel hingen wie zerrissenes Papier, an seinem mit Eiskristallen besetzen Brustkorb herab. Kleine, grün leuchtende Blitze zuckten durch sie hindurch. Eine Klaue stach aus der Mitte hervor, drei weitere hingen an den spitz zulaufenden Enden der Flügel. Der lange, dunkelgrüne Schwanz war bis zur Hälfte mit vier federartigen Schwingen bedeckt, wie ein Schleppe. An dessen Ende gefrorenes Eis hing. Über seinen Augen ragen geschwungen, verdrehte Hörner aus Eis hervor. Mikasa senkte seinen langen Hals, auf dessen Oberseite vier Zacken aus blauem Diamant wuchsen, schwerfällig zu Ewan hinunter. So verharrte er einen Drachenherzschlag lang vor seinem bleichen Gesicht. Er stieß ihm große Eiswolke entgegen, die schnaubend aus aus seinen Nasenlöchern schoss. Ewan wusste, dass es jener Drache war, der ihm vor fünf Tagen schon begegnet war.

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Auszug – Kapitel 2 // Seite 36 // © 2018 Gino Dola

windende - Gino Dola Kapitel #2
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